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Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Die Architektur
des Museums

Ein moderner Museumsbau vor historischer Kulisse

Über 250 internationale Büros hatten an dem vom Staatlichen Bauamt Regensburg ausgeschriebenen Architektenwettbewerb teilgenommen. Das Frankfurter Büro woerner traxler richter entschied aufgrund der gelungenen Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen Kontext der Stadt Regensburg den Wettbewerb für den Bau des Museums der Bayerischen Geschichte für sich.

Platz und Gasse mitten im Museum

Die Konzeption des Büros greift am Donaumarkt in Regensburg die Lage des ehemaligen Hunnenplatzes und der Eschergasse auf. Das gebäudehohe Foyer verbindet die Altstadt mit der Donauseite und integriert den Hunnenplatz – eine besondere Transparenz und platzähnliche Atmosphäre werden über die gläserne Decke geschaffen. Das Erdgeschoss ist öffentlich zugänglich, sodass man von der Altstadt zur Donau durch das Museum flanieren und sich einen Vorgeschmack auf die Ausstellung verschaffen kann: Eine Multivision in einem eigens dafür eingerichteten Schauraum im Foyer informiert über die Grundzüge der bayerischen Geschichte von ihren Wurzeln bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Einzigartig ist die Dachlandschaft des Gebäudes, die sich mit unterschiedlichen Höhen in die Silhouette der mittelalterlichen Bausubstanz der Stadt Regensburg einfügt.

Das Erdgeschoss wird für das Museum zentrale Funktionen erfüllen: Neben einer bayerischen Wirtschaft und dem Museumsladen bietet es Platz für eine knapp 1000 Quadratmeter große Sonderfläche, die für Wechselausstellungen und Begleitveranstaltungen zur Verfügung steht. Die Dauerausstellung im ersten Stock wird über eine Rolltreppe erreicht, auf rund 2500 Quadratmetern wird hier die wechselvolle und spannungsreiche Geschichte Bayerns vom Beginn des Königreichs Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute inszeniert.

Das Museumsdepot im Österreicherstadel

Im so genannten Österreicherstadel, einem denkmalgeschützten Lagergebäude in direkter Nachbarschaft des Hauptgebäudes an der Donaulände, wird die zweite Herzkammer des Museums entstehen: das Depot für die Sammlung. Das Gebäude wird saniert und mit moderner Lagertechnik ausgerüstet. Die dinglichen Überlieferungen, die durch zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung ihren Weg in die Museumssammlung gefunden haben und finden, werden dort verwahrt.

Mediencenter und Museumsverwaltung in der Bavariathek

Zwischen dem Museumsgebäude und dem Österreicherstadel findet die Bavariathek ihren Platz. Dieses Gebäude sorgt für die Verbindung zwischen Museum und Depot. Hier befinden sich die Büroräume für die Verwaltung, Projekträume für das museumspädagogische Programm und Studios für die Arbeit mit dem digitalen Gedächtnis Bayerns. Hier sollen Schulklassen und Interessierte die Möglichkeit finden, zu spezifischen Themen der bayerischen Geschichte digitales Bild-, Audio- und Filmmaterial recherchieren und zu neuen medialen Produkten zusammenfügen zu können – von der Produktion eigener Filme über Webpräsenzen bis hin zu Apps.

Flyer

Den Infoflyer des Staatlichen Bauamtes Regensburg mit Grundrissen und einer aktuellen Ansicht des Projektstandes finden Sie hier: Projektstand Museum (PDF).