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Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Die Vision
des Museums

Ein Haus der Zukunft für die Geschichte der Gegenwart

In seiner Regierungserklärung vom 10. Dezember 2008 hat Ministerpräsident Horst Seehofer die Errichtung eines Museums der Bayerischen Geschichte angekündigt, die der Ministerrat in seinem Beschluss vom 23. Juni 2009 als „eine bedeutende Ergänzung der bayerischen Museumslandschaft“ bezeichnete, welche „mittelfristig und in Abhängigkeit von den finanziellen Rahmenbedingungen realisiert werden soll“. Als Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte freue ich mich sehr, dass diese Institution, die seit Jahrzehnten erfolgreich im ganzen Land die Bayerischen Landesausstellungen veranstaltet und für eine moderne wie solide Geschichtsvermittlung steht, mit der Konzeption für das neue Museum der Bayerischen Geschichte beauftragt worden ist.

Bayern modern

Der Mythos Bayern ist legendär, der Freistaat ein Erfolgsmodell, seine Kulturlandschaften hoch geschätzt. Es gibt in Bayern Museen zu den vielfältigsten Themen, nicht jedoch zu unserer jüngsten Vergangenheit. Diese Lücke soll 2018 geschlossen werden – zum 100. Geburtstag des Freistaats Bayern.

Museum für alle

Im Mittelpunkt stehen die Menschen in Bayern, alle Stämme, auch die Zugezogenen von weither, die hier ihre Heimat gefunden haben. Alle sind aufgerufen, am Museum mitzubauen – mit ihren persönlichen Geschichten und Erinnerungsstücken. Erzählt wird, wie der Freistaat Bayern wurde, was er heute ist, und was ihn so besonders macht. Legendäre und unbekannte Geschichten werden auf knapp 30 Bühnen inszeniert: warum sich die bayerischen Könige nicht krönen ließen, wie Ludwig II. zum Mythos wurde, wie sich Bayern auf der Weltausstellung 1893 in Chicago präsentierte oder weshalb der Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf so besonders bayerisch war.

Tradition und Moderne

Bayern setzt seit langem auf diese Kombination von Vergangenheit und Gegenwart, von bewährtem Alten und innovativem Neuen. Geschichte wird im neuen Museum nicht nur erzählt, sie wird auch mit moderner Medientechnik lebendig gemacht. Mit Anwendungen für mobile Endgeräte können sich die Besucherinnen und Besucher digital in die Ausstellung vertiefen. In der Bavariathek wird die mediale Überlieferung des Landes zugänglich gemacht. Hier sollen vor allem junge Menschen aktiv werden, zu spezifischen Themen recherchieren und eigene Medienprodukte gestalten können.

Wir laden Sie herzlich ein, das Projekt Museum der Bayerischen Geschichte in seiner Entstehung auf unserer Website zu verfolgen. Wir freuen uns auf Ihr Interesse, Ihr Mitwirken, Ihren Besuch!

Ihr
Dr. Richard Loibl
Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte