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Generation 1800/25

Bayern wird Königreich

Inmitten der Wirren der napoleonischen Befreiungskriege wechselt Bayern die Fronten: Napoleon verspricht den Erhalt und die Vergrößerung des bayerischen Staates, aufgewertet durch die Königskrone. Der Preis dafür ist die Hand der Prinzessin Auguste Amalie. Der König wird die Integrationsfigur des neuen Bayern und das Königreich eine konstitutionelle Monarchie. Die Könige verzichten auf die Krönung und schwören dafür auf die Verfassung. Sie ist Ausdruck des modernen Bayern. Gesellschaftliche Leitfiguren sind nicht die Offiziere, sondern die Staatsbeamten.

Die bayerische Bevölkerung muss auf den ausländischen Schlachtfeldern bluten. Ist der Marsch mit Napoleon auf der Siegerstraße das Opfer wert? Das Blatt wendet sich in Russland. 30.000 Bayern lassen hier ihr Leben. Der Stern Napoleons sinkt. Was wird aus Bayern? Das Königreich steht vor dem Staatsbankrott, hat aber hohes Potenzial – vorausgesetzt, die Integration der Neuen gelingt. Sie ist nicht einfach. Eine jahrhundertealte Ordnung mit zahlreichen selbständigen Klein- und Oberzentren geht zu Ende. Nicht nur die neue, sondern auch die alte bayerische Bevölkerung erlebt durch Mediatisierung und Säkularisation Zeiten des Umbruchs.

Ziviltrauung mit Napoleons Stiefsohn

Ziviltrauung der bayerischen Prinzessin Auguste Amalie mit Napoleons Stiefsohn
Das Gemälde von Francois Guillaume Ménageot zeigt die Ziviltrauung der bayerische Prinzessin Auguste Amalie mit Napoleons Stiefsohn (in der Mitte stehend) in München 1806. ©bpk | RMN - Grand Palais, Château de Versailles