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Richtfest

v.l.n.r: Die Bayerischen Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und Joachim Herrmann, Dr. Franz Rieger MdL, der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Staatssekretär Albert Füracker und Landtagspräsidentin Barbara Stamm
Das Richtfest feiern (v.l.n.r) die Bayerischen Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und Joachim Herrmann, Dr. Franz Rieger MdL, der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Staatssekretär Albert Füracker und Landtagspräsidentin Barbara Stamm.
Vor dem Modell des neuen Museums: Hans Weber, Leiter des Staatlichen Bauamtes Regensburg (links) und Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte
Vor dem Modell des neuen Museums: Hans Weber, Leiter des Staatlichen Bauamtes Regensburg (links) und Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte. Beide Fotos: ©Foto: Stefan Hanke


Museum feiert Richtfest in Regensburg

Knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung für den Neubau des Museums der Bayerischen Geschichte haben am Freitag, den 10. Juni 2016 die Staatsminister Joachim Herrmann und Dr. Ludwig Spaenle gemeinsam mit dem Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs das Richtfest gefeiert. Die Bauarbeiten am Regensburger Donaumarkt unter Leitung des Staatlichen Bauamtes Regensburg laufen derzeit auf Hochtouren. Insgesamt 67,3 Mio. Euro investiert hier der Freistaat Bayern für das neue Museum an der Donau.

Ein Haus der Zukunft für die Geschichte der Gegenwart

Insgesamt 18 Ingenieurbüros und Fachberater arbeiten an der Planung und Umsetzung des Entwurfes der Architekten Wörner Traxler Richter aus Frankfurt am Main, die mit ihrem Konzept 2013 im offenen Architektenwettbewerb überzeugten. Ihr Entwurf nimmt Bezug auf das historische Stadtgefüge und bildet Platz und Gassenfolgen innerhalb des Bauwerkes ab. So verbindet das bis zu 18 Meter hohe und verglaste Foyer am Ort des ehemaligen Hunnenplatzes die neugestaltete Promenade an der Donaulände mit der Altstadt. Der Stahlbetonrohbau für das Museum ist mittlerweile in weiten Teilen fertiggestellt und vermittelt bereits einen Eindruck von den Dimensionen des Baukörpers. Ein großer Schauraum, Räume für Wechselausstellung und Veranstaltungen, ein Museumsladen und ein Museumswirtshaus werden rund um das Foyer weitere Anlaufpunkte für die Besucher im Erdgeschoss sein. Darüber entstehen momentan knapp 2.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit bis zu elf Metern Raumhöhe - viel Platz für die Dauerausstellung, an deren Entwicklung das Team vom Haus der Bayerischen Geschichte unter der Leitung des Direktors. Dr. Richard Loibl bereits arbeitet.

Ein mehrfach gefaltetes Dach wird das Museumsgebäude bald in die lebhafte Silhouette der Regensburger Altstadt einbetten. „In unmittelbarer Nähe zur Altstadt und in Sichtweite zum Regensburger Dom hat die Stadt Regensburg hier einen Bauplatz in bester Lage zur Verfügung gestellt. Das Museum der Bayerischen Geschichte wird ein wei­teres Kraftzentrum der Stadt Regens­burg werden, ist sich Innen- und Bauminister Joachim Herrmann sicher. Ausgestattet werden die Räume des Museums dabei nach modernsten technischen Standards. So wird das Museumsgebäude auch als Passivhaus errichtet – für ein solches Haus außergewöhnlich und richtungsweisend.

Geschichte weiß-blau – der Mythos Bayern

Das 19. und 20. Jahrhundert bilden den Schwerpunkt des Museums, das auf über 2.500 Quadratmeter den Mythos Bayern beleuchten wird. „Die Bayerische Kulturpolitik fördert die Identitätsbildung. Das Museum der Bayerischen Geschichte wird hier wie auch in der Darstellung der Geschichte Bayerns seit dem 19. Jahrhundert eine Lücke schließen: Die jüngste Vergangenheit Bayerns nimmt bislang kein Ausstellungshaus in den Blick. Es soll die Entwicklung und den Fortschritt unseres Landes mit allen seinen Teilen und unter vielerlei Aspekten dokumentieren, nicht nur heute, sondern auch noch morgen“, betont Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle. Daher müsse es lebendig und am Puls der Zeit bleiben. „Ein Museum von und mit Bürgern für Bürger – dieser Ansatz ist einzigartig. Neben staatlichen Einrichtungen haben viele Menschen wertvolle Schätze und Objekte der Zeitgeschichte bereitgestellt und damit ihre ganz persönliche Geschichte verewigt.“ Diese werden sich in der Ausstellung oder im Onlineangebot der Bavariathek wiederfinden. Dort werden Medienarchiv, Projekträume und ein Medienstudio für pädagogische Programmangebote sowie die Museumsverwaltung einziehen. Seit Beginn des Jahres laufen in diesem Bauteil bereits die Ausbaugewerke und die technische Ausrüstung.

Eine logistische Herausforderung

Über 20 Baufirmen, davon viele aus Bayern und der Region, sind am Bau des Großprojektes beteiligt – einer der größten Baustellen in Regensburg. „Die äußerst beengte Baustellensituation inmitten der historischen Altstadt stellt hier eine ganz besondere Herausforderung dar“, erklärte Staatsminister Joachim Herrmann. Ein straffer Terminplan liegt bis zur Fertigstellung im Jubiläumsjahr 2018 vor den Projektbeteiligten. Bayern feiert dann zweihundert Jahre Verfassung des Königreichs und einhundert Jahre Freistaat. Weitere Informationen sowie Bildmaterial stehen unter www.stbar.bayern.de/hochbau/projekte/mdbg.php zur Verfügung.