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WAS

Live-Konzerte, Kinderprogramm, Handwerkskultur, Zündfunkparty, Literatur u.v.m.

WO

Haus der Bayerischen Geschichte und Donaumarkt

WANN

8. + 9. Oktober 2022 von früh bis spät nachts

Eintritt frei!

 

 

Bayern ist Kulturland

Nicht nur Tradition und Brauchtum, sondern auch moderne Ausdrucksformen, regionale Besonderheiten, Offenheit für Neues, gelebte Begeisterungsfähigkeit, Diskussionsfreude und Humor gehören zum kulturellen Leben. Das Fest der Kultur zeigt einen Ausschnitt aus dieser bunten und vielfältigen Kulturwelt des Freistaates.

Wir laden Sie auf ein kreatives Wochenende ein, an dem alle Gäste im und um das Haus der Bayerischen Geschichte Kunst und Kultur - präsentiert von engagierten Laien bis hin zu Profis - entdecken und erleben können.

Lassen Sie sich auf verschiedenste Genres und spannende Projekte aus dem Kulturland Bayern ein.

Ausblick

Am 8. und 9. Oktober 2022 können Sie nicht nur die Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht“ und die Bayernausstellung „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“ besuchen, sondern rund um und im Haus der Bayerischen Geschichte die Kulturvielfalt Bayerns erleben.
Führungen durch die Dauerausstellung und die Bayernausstellung finden abwechselnd von 10 bis 16 Uhr im 15 Minuten-Takt statt. Es können beide Ausstellungen besucht werden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nur vor Ort während dem Fest der Kultur möglich. Eine Voranmeldung ist nicht möglich. Alle Führungen sind kostenfrei.

Am Samstag, 8. Oktober öffnet das Museum wie gewohnt um 9 Uhr seine Türen und lädt den ganzen Tag über bei kostenfreiem Eintritt zu Führungen durch die Ausstellungen ein. Um 11 Uhr wird Staatsminister Markus Blume das „Fest der Kultur“ eröffnen. Direkt im Anschluss ist bereits einiges geboten auf dem Donaumarkt, im Museum und in der Bavariathek: Literatur, bildende Kunst, Musik, Trachten und moderne Kultur spielen dann die Hauptrolle. Unter anderem singen Tom und Rodscha aus Kambodscha mit den kleinen Kulturliebhabern bayerische Lieder.

Am Abend wird es noch ein kostenfreies Konzert im Museum geben, bevor von 20 Uhr bis 1 Uhr die Bayern 2-Zündfunkparty den Abschluss des Tages bildet. Alle Informationen finden Sie auch direkt bei Bayern 2 Zündfunk.

Am Sonntag, 9. Oktober 2022 stehen neben Literatur und bildender Kunst auch Tanz und Theater im Mittelpunkt beim „Fest der Kultur“.
Trachtentänze oder modern interpretierte, bayerische Tänze können Sie auf dem Donaumarkt und im Museum erleben. Und mit Improvisationstheater wird es garantiert nicht langweilig. Auch an die Kinder wurde mit einem Kasperltheater gedacht. Abends ist dann mit Lizzy Aumeier Kabarett angesagt.
Kostenfreie Führungen sind auch am zweiten Tag beim „Fest der Kultur“ im Museum für alle Gäste einen Besuch wert.

Was, wann, wo - Programmüberblick im Detail

MUSIK: Foyer & Donausaal

March Mellows Street Band (Aschaffenburg)

Samstag, 8.10.2022 von 10 bis 13 Uhr

Schwarze Kleidung und glänzende Instrumente, aber vor allem Spaß und Humor beim Musizieren sind das Markenzeichen dieser Kapelle mit Musikerinnen und Musikern im Alter von 7 – 70 Jahren. Mit New Orleans Jazz, Rhythm‘ & Blues, Pop und Rock und ihrem ganz eigenen Stil der Blasmusik begeistert die March Mellows Street Band unter der Leitung von Klaus Appel auf Straßenfesten, Faschingsumzügen und Festivals das Publikum mittlerweile in fast ganz Europa, und das seit fast 25 Jahren!

Löwenstarke Mitmachshow mit Tom Palme und Rodscha aus Kambodscha

Samstag, 8.10.2022 von 13.30 bis 15.00 Uhr

Lebensfreude, Energie und Wertschätzung für die Welt der kindlichen Fantasie sind die Kennzeichen der turbulenten Mitmachlieder der beiden Kinderliedermacher „Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme“. Seit über 20 Jahren sorgen sie bei Kindern im gesamten deutschsprachigen Raum für leuchtende Augen und allerlei Ohrwürmer. 2015 erhielten sie den deutschen Kindermusikpreis, ihre preisgekrönten Videos laufen im KIKA. Das Video „Affe in Afrika“ bringt es bei YouTube auf über 10 Mio. Klicks. „Rodscha und Tom“ zaubern eine bunte Welt voller Fantasie und Witz in die Herzen ihrer Zuhörer. Musik zum Mitmachen, Träumen und einfach nur Spaß haben. Mit ihrem neuen Album "Stark wie ein Löwe" begeistern sie jung und alt.

Rodscha und Tom besuchen mit ihren tierischen Freunden, dem Affen Artis, Rastazebra Ze-Ra und dem kleinen Koala Karri musikalische Freunde und entdecken Bayern. Den Urwaldbewohnern werdn mit den unterschiedlichsten regionalen Eigenheiten/ Spezialitäten, Verhaltensweisen vertraut gemacht. Viele bayerische Kinderlieder von "Rodscha und Tom" sind seit Jahren Kult, wie "Edith ist meine Badewanne", "Bulldog" oder ihr bayerisches "Geburtstagslied".

Die "MundArtisten" von DeSchoWieda

Samstag, 8.10.2022 von 17.30 bis 19.30 Uhr

Ob Live-Tour, Fernsehauftritte, Filmmusik oder social Media Helden: mit dem einzigartigen Mix aus Mundart Pop und Volksmusik bringen die sympathischen Vertreter der “neuen bayrischen Welle” Menschen zusammen und sichern sich mindestens Platz 1 im musikalischen Herz von Jung und Alt.

Mehr Lebensfreude, mehr Gfui, mehr Musik – mehr DeSchoWieda!

Nachts im Museum: BR Zündfunk von 20 Uhr bis 1 Uhr im Museumsfoyer

Samstagabend ab 20 Uhr - Zündfunk-Nacht

Gestartet wird um 20 Uhr mit einem Konzert von „Whatarepeoplefor“.
Und ab 21 Uhr geht es weiter mit der Underground POP Newcomerin INGA.
Bevor ab 22 Uhr die beiden Zündfunk-Legenden DJs LXD (aka Alexandra Distler) und Ralf Summer übernehmen!

Alle Informationen zum Zündfunkabend findet Ihr direkt hier

BILDENDE KUNST Pavillons Donaumarkt

Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr am Museumsufer

Werkstoff Granit mit Reinhard Mader (Tittling)

"Mein Schaffen huldigt den Stein des Bayerischen Waldes, den Granit – denn erst mit der Granitindustrie gelangten die Arbeiter zu bescheidenem Wohlstand. Bereits in 5. Generation sichert der Granit den Lebensunterhalt meiner Familie und ist mir seit Kindertagen als Werkstoff vertraut. Meine Skulpturen entwickeln sich aus dem Arbeitsprozess heraus und Skizzen dienen mir oftmals nur als Ideenlieferant - denn, wenigstens in der Kunst muss man frei sein können. Granit verlangt einem sehr viel ab. Jeder Schlag ist endgültig."

Kurzvita
Reinhard Mader, geboren 1959 in Englburg, Landkreis Passau, hat seine Ausbildung zum Bildhauer bei seinem Vater absolviert. 23 Jahre lang haben sie zusammen mit Großplastiken gearbeitet. Er erschafft Skulpturen aus Stein, Holz und Metal. 2021 wurde Reinhard Mader mit dem Kulturpreis Landkreis Passau ausgezeichnet. Derzeit beschäftigt er sich mit der Organisation von verschiedenen internationalen Bildhauersymposien. Seine Skulpturen sind in verschiedenen Europäischen Ländern zu finden.

Werkstoff Bronze mit Hanna Regina Uber und Robert Diem (Amberg)

"Das Material eines Kunstwerks spielt eine entscheidende Rolle für die Wirkkraft der Arbeit. Die Bronze bietet mir, als Bildhauerin, eine große Gestaltungsfreiheit. Für die Erstellung des Modells kann das Material frei gewählt werden. Die Bronze ist in der Lage feinste Oberflächenstrukturen nach zu zeichnen und kann Jahrhunderte unverändert überdauern. Daher ist Bronze so geeignet auch für Skulpturen im öffentlichen Raum."

Kurzvita
Hanna Regina Uber ist in Stuttgart geboren, und hat Ihre Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg absolviert. Robert Diem, geboren 1956 in Berlin, sein erstes Kunstprojekt hat er 1981 erschaffen. Seit 1983 arbeiten sie zusammen im alten Pfarrhof in Aschach bei Amberg an der technischen Umsetzung und Realisierung der bildhauerischen Projekte insbesondere für den öffentlichen Raum. Ihre Werke sind experimentierfreudig, abstrakt und gegenständlich. Sie erschaffen Skulpturen aus Stein, Bronze, Acryl, Karbon oder Holz. Eines ihrer berühmtesten Werke ist die bronzene Bürgerskulptur in Amberg, dafür erhielten sie den Bürgerkulturpreis des Bayerischen Landtags.

Werkstoff Glas mit Sylvia Seidl

"Lassen Sie sich von dem Werkstoff Glas verzaubern. Entdecken Sie intuitiv und spielerisch die Geheimnisse, welches dieses Material in sich birgt. Die Ambivalenz reicht von heiß bis kalt, zerbrechlich zu stabil, fließend und fest, opak sowie durchsichtig, glatt oder scharf, schmeichelnd, bunt, einfarbig, schillernd und Vieles mehr. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ähnlich wie der Werkstoff selbst reagieren Kinder und Erwachsene unterschiedlich. Durch Berühren und Verarbeiten des Materials Glas entdeckt man die Vielseitigkeit von Farben, Formen und Lichtbrechung."

Kurzvita
Sylvia Seidl, geboren 1979 in Regensburg. Mein Studium der „Sozialen Arbeit“ in Bamberg von 1997-2000 war mir in meinen langjährigen handwerklichen Kinderkursen immer von Vorteil. 2007 habe ich die Ausbildung als Glasveredlerin im Bereich Flächen- und Kantenveredelung mit Bravur als Meisterin bestanden. Seit 2008 bin ich als freiberufliche selbständige Glaskünstlerin tätig. Dabei liegen mir vor allem folgende Werte am Herzen: Freude und Spaß, Zeitgefühl und jede Menge Kreativität, Wertigkeit und altes Wissen sowie Nachhaltigkeit.

Werkstoff Holz mit Angelika D. Rauchenberger

"Der Geruch von Holz ist mein bester Raumduft, die Späne der Motorsäge sind mein schönstes Glitzer und das Geräusch des „knüpfelns“ mein liebster Beat. Holz ist für mich nicht nur Material und Rohstoff. Es entscheidet mit, wie die Skulptur am Ende aussehen wird. Es gibt mir Formen, Richtungen und Maserungen vor mit welchen ich arbeite. Bei jeder Arbeit, die ich neu beginne, betrachte ich das Stück Holz vor mir und bin ganz aufgeregt…
Wie gehe ich es an? Wo setze ich den ersten Schnitt? Wie passt mein Entwurf am besten in den Block oder Stamm? Bei den ersten Schnitten mit der Motorsäge - welche die wichtigen, groben Umrisse vorgeben – höre ich unter meinem Gehörschutz nicht selten, wie mein Herz vor Aufregung laut klopft. Thematisch beschäftige ich mich mit Gefühlswelten und Emotionen, um diese zu vermitteln oder hervorzurufen. Eine Mischung aus natürlicher Wildheit, sensiblem Geist und einem Hauch von kindlicher Fantasie."

Kurzvita
Angelika Dominique Rauchenberger wurde 1999 in Lenggries geboren. Sie begann ihre akademische Laufbahn in Richtung Sozialwesen, doch schon bald war ihr klar, dass sie beruflich in eine andere Richtung gehen wollte. 2019 fängt sie in der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauerei in Oberammergau an und absolviert die Ausbildung zur Holzbildhauerin absolviert. 2020 wurde sie dem dritten Platz -  Thema „Menschenbild“- im Wettbewerb der „Danner-Stiftung“ ausgezeichnet. Seit Sommer 2022 arbeitet sie als Bildhauerin.

FILME im Raum Bayern (Bavariathek)

Narges Kalhor „The Tale of Scheherazade“ - Der erste Biergarten in Teheran: Filmvorführung und Gespräch

Sonntag, 9.10.2022 von 11.30 bis 12.45 Uhr

"Der erste Biergarten in Teheran? Eine Iranerin, die Brauwesen in Bayern studiert hat, möchte in der Hauptstadt der Islamischen Republik bajuwarische Bierkultur hochleben lassen – alkoholfrei versteht sich. Ein homosexueller Syrer, der vor dem Krieg aus seiner Heimat geflohen ist, muss sich den wenig empathischen Fragen deutscher Behörden stellen. Eine iranische Regisseurin ist verzweifelt, weil ein deutscher Tutor mit ihren Vorschlägen nicht viel anfangen kann und mehr von ihrer Heimat im Film sehen möchte. Eine Künstlerin aus Afghanistan, die in einer Burka auftritt und nackte weibliche Gummipuppen ausstellt, aus denen kleine Steine fallen, ist – wie sich herausstellt – in Berlin geboren und spricht „nur“ Deutsch.
In ihrem Abschlussfilm „In the Name of Scheherazade or The first Beergarden in Tehran“ an der Hochschule für Fernsehen und Film München zeigt die seit 2009 in München lebende iranische Regisseurin Narges Kalhor nicht nur die Konflikte dieser vier Figuren. Sie spielt auch sehr humorvoll, gekonnt und (selbst-)kritisch mit den Klischees, die Nichtdeutschen und Deutschen nachhängen, und den Erwartungen, die man an sie hat. An François Truffauts Film „La Nuit américaine“ (1973) erinnernd, thematisiert auch Kalhor die Probleme, das Misslingen und Neuansetzen beim Filmemachen und schafft es auf ihre Weise, das Geschichtenerzählen – Scheherazade spielt im Film übrigens keine unwichtige Rolle – selbst in den Mittelpunkt zu stellen."

Kurzvita
Narges Kalhor geb. 1984 in Teheran studierte von 2010 bis 2019 an der Hochschule für Fernsehen und Film München in der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik Regie. In Co-Regie entstand dort der Dokumentarfilm SHOOT ME, der für den Deutschen Kurzfilmpreis und Deutschen Menschenrechtsfilmpreis 2014 nominiert wurde. Ihr Abschlussfilm "In the Name of Scheherazade or the First Beergarden in Tehran" feierte auf dem Vision du Réel 2019 Weltpremiere, erhielt auf dem DOK Leipzig den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts und kam Anfang 2020 in die Schweizer Kinos.

Isa Micklitza "Lass uns abhauen": Filmvorführung und Gespräch

Sonntag, 9.10.2022 von 14 bis 15.45 Uhr

"Der Film beginnt, wo das Leben meines Bekannten David endet. David hat mit 25 Jahren den Freitod gewählt. Um meiner Ohnmacht zu begegnen und der Realität die Stirn zu bieten, wählte ich die filmische Fiktion. Dieser Film will dem Tod eine Antwort entgegen setzen: Er ist der Kraft des menschlichen Mitgefühls und dem Zauber des Moments gewidmet."

Kurzvita
Während der Schulzeit absolviert Isa eine Schauspiel-Ausbildung am Piccolo-Theater in Cottbus, schreibt Hörspiele für die Jugendsendung "Bubak" des RBB und dreht erste Kurzfilme. Nach dem Abitur 2005 besucht sie an der Mallorca Film Academy (heute: München Film Akademie) in Palma einen dreimonatigen Regie-Intensivkurs. Es folgen diverse Film-Praktika in Berlin, ab 2007 studiert sie Spielfilmregie an der HFF in München. Dort ist sie 2013 im Rahmen des Förderprogrammes "Von den Besten lernen" ausgewählte Studentin bei Marcus H. Rosenmüller. Parallel zum Studium leitet sie Trickfilmkurse für Kinder und Jugendliche, realisiert Social Spots, Auftragsfilme und inszeniert 2015 das Theaterstück "Norway Today", mit dem das Ensemble 2016 auf Gastspiele durch ganz Deutschland tourt. Isa schließt ihr Studium an der HFF München 2018 mit Auszeichnung (Kulturpreis Bayern) für ihren Langfilm "Lass uns abhauen" ab und gewinnt damit in in Montréal den Preis für den besten internationalen Studentenfilm. Nach einem dreimonatigen Recherche-Aufenthalt in einer portugiesischen Aussteiger-Kommunearbeitet sie derzeit an ihrem Spielfilm-Debüt "High wildfire risk". Sie lebt in Görlitz und München.

LITERATUR im Raum Schwaben (Bavariathek)

Silke Schlichtmann (München) "Mattis": Interaktive Familienlesung

Samstag, 8.10.2022 von 11 bis 12 Uhr

„Ich finde die Kindheit eine wahnsinnig aufregende Zeit im Leben. Alles Mögliche passiert zum ersten Mal. Und ich liebe Sprache. Ihren Klang, das Spiel damit. Vielleicht ist das der Grund, warum ich Kinderbücher schreibe – weil ich diesen Versuch, sich schreibend in eine lang zurückliegende Gefühlswelt zu versetzen, als ebenso herausfordernd wie spannend empfinde.“

Kurzvita
Silke Schlichtmann, geboren 1967, wuchs auf einem Obsthof im Alten Land auf. Heute lebt sie mir ihrer Familie in München. Doch ihre Pernilla-Bücher wie auch Bluma und das Gummischlangengeheimnis, die Mattis-Reihe und jetzt Reißaus mit Krabbenbrötchen spielen wieder dort, wo sie herkommt. 2018 war Schlichtmann für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 2019 wurde sie vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels für ihre lebendigen Lesungen zur Lesekünstlerin des Jahres gekürt. Und 2022 schreibt sie an ihrem zehnten Kinderbuch – und ist schon ganz gespannt auf das Fest der Kultur in Regensburg.

Anne Freytag (München) "Das Gegenteil von Hasen": Lesung und Gespräch

Samstag, 8.10.2022 von 12.30 bis 13.30 Uhr

"Mich inspirieren Menschen und das Leben (positiv wie negativ). Ideen kommen zu mir, wenn ich es am wenigsten erwarte (wofür ich ihnen unendlich dankbar bin). Und Literatur gibt mir (und meinen Gedanken) die Freiheit zur Entfaltung."

Kurzvita
Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für ihre Romane wurde die Autorin bereits mehrfach für Literaturpreise nominiert und damit ausgezeichnet – unter anderem dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Darüber hinaus gibt es konkrete Pläne zur Verfilmung einzelner Werke. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München

Su Turhan (München) Der bayerisch-türkische Kommissar Pascha": Krimi-Lesung

Samstag, 8.10.2022 von 14 bis 15.30 Uhr

„Ich möchte beim Schreiben meinen ersonnenen Figuren nahe kommen und sie ergründen. Sei es durch eine spannende Story oder durch den Blick in das Seelenleben. Was mich antreibt bin ich, das erzählende Wesen, das von einem nicht eindeutig festlegbaren kulturellen Hintergrund heraus in das Leben schaut. Es ist Neugier, es sind offene Fragen, die mich inspirieren und zwingen, den Prozess des Erzählens ein um das andere Mal anzustoßen.“

Kurzvita
Su Turhan wurde 1966 in Istanbul geboren, wuchs als Kind türkischer Gastarbeiter in Niederbayern auf und studierte an der LMU München Germanistik. Er ist als Hörspiel- und Drehbuchautor und Schriftsteller tätig. In der »Kommissar Pascha«-Reihe sind bislang sieben Bände erschienen; mit „Der Schnitzer“ und „Die Siedlung“ widmet er sich dem Thrillergenre und mit „Frau Habersak und die Sache mit den leuchtenden Dämonen“ und „FC Bayern Team Campus“ dem jüngeren Publikum. Su Turhan lebt mit Familie in München.

Poetry Slam mit Pascal Simon (Regensburg)

Samstag, 8.10.2022 von 16 bis 18 Uhr

"Was ich am kreativen Schreiben so faszinierend finde, ist der Versuch, die eigenen Gedanken zu konservieren und herauszufinden, mit welchen Worten man am besten beschreiben kann, was in einem vorgeht / was einen bewegt.
Beim Slam versuchen wir dann noch einen drauf zu setzen, indem wir die Texte als Grundlage hernehmen und dann durch das aussprechen und ausleben auf der Bühne versuchen, etwas im Raum zu erzeugen, das auch für andere zugänglich ist. Ich sage auch bewusst, man versucht es, denn es gibt keine Garantie, dass es klappt. Weder beim verschriftlichen von Gedanken, noch beim performen von Texten. Aber genau das macht auch irgendwie den Reiz aus und vor allem die Begeisterung, die ich auch gerne bei Kolleg*innen beobachte, wenn sie versuchen unwiederbringlich vergangene Momente noch einmal ganz kurz aufleuchten zu lassen, um sie mit anderen zu teilen oder wenn versucht wird, das Unerklärliche zu erklären. Für mich ist das pure Magie.“

Vita
Geboren 1992, wuchs Pascal Simon in Ingolstadt auf, wo er mit 17 Jahren zum ersten mal bei einem Poetry Slam auf der Bühne stand. Dabei bemerkte er, dass vor allem das komische Schreiben seine Leidenschaft ist und schaffte es dennoch kurz darauf die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Es folgten zwei Jahre des freiwilligen Wehrdienstes in Kempten und München. Danach zog es ihn für ein Studium der mündlichen Kommunikation und Sprecherziehung nach Regensburg, wo er nach wie vor lebt und arbeitet. Seine Aktivitäten im Kulturbereich erstrecken sich von Veranstaltungsorganisation und -moderation über Theater und Escape-Rooms bis hin zur Konzeptentwicklung für digitale Bildungsprojekte und außerdem über ganz Bayern. Er ist festes Mitglied der Lesebühne „Besser als Fernsehen“ und für Auftritte mit eigenen Werken tourt Pascal regelmäßig durch den deutschsprachigen Raum. Ende 2019 fand die Premiere seines ersten Kabarettprogramms „Ich habe Sicherheitsbedenken“ statt, das er nach langer, pandemiebedingter Pause wieder aufnehmen wird.

Jeff Chi (Nürnberg) "Who's the scatman?": Comic-Lesung

Sonntag, 9.10.2022 von 11.30 bis 12.30 Uhr

"Ich freue mich sehr beim Fest der Kultur in Regensburg eingeladen zu sein! Besonders freue ich mich, weil ich hier mein Medium "Comic" vorstellen darf, das in Deutschland leider immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dabei ist es ein tolles Medium, mit dem man Geschichten erzählen kann, wie es z.B. in Film oder Literatur gar nicht geht."

Kurzvita
Jeff Chi, geboren 1993 in Kiel, aufgewachsen nahe Hannover. Lebt seit 2012 in Bayern/Franken (erst Erlangen, dann Nürnberg). Comic-Zeichner seit 2008, mit Veröffentlichungen auf dem eigenen Web-Blog, in Independent-Magazinen und 2022 mit seinem Verlags-Debut "Who's The Scatman?" beim Zwerchfell-Verlag. Das Buch über den Eurodance-Musiker "Scatman John" wurde auf dem Comic-Salon Erlangen 2022 mit dem Max-&-Moritz-Preis für das beste deutschsprachige Comic-Debut ausgezeichnet.

Nevfel Cumart (Bamberg): "Gedichte zwischen Orient und Okzident":

Sonntag, 9.10.2022 von 13.30 bis 14.30 Uhr

Kurzvita
Nevfel Cumart, geboren 1964, studierte Turkologie, Arabistik, Iranistik und Islamwissenschaft und lebt seit 1992 als freiberuflicher  Schriftsteller, Übersetzer und Journalist in Bamberg. Er veröffentlichte bislang neunzehn Gedichtbände in Deutsch, Englisch und Türkisch, einen Band mit Erzählungen sowie unzählige Beiträge in Anthologien. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, Stipendien und Literaturpreise. 2014 erhielt er von Bundespräsident Gauck das Bundesverdienstkreuz am Bande.

"Geschichte und Geschichten aus Bayern": Lesung mit Rolf Stemmle, Marita A. Panzer, Thomas Schmid und Julia Kathrin Knoll

Sonntag, 9.10.2022 von 15.00 bis 18.00 Uhr

Die bayerische Literaturlandschaft ist vielfältig. Die Autor:innen schreiben in allen Gattungen und zeigen dabei ihre ganz unterschiedlichen Stile und Herangehensweisen. Die Nachmittagslesung in der Bavariathek bietet einen breiten Querschnitt durch die Literatur, von Oberbayern bis in die nördliche Oberpfalz, von Regensburg bis in den Bayerischen Wald. Die Historikerin Dr. Marita A. Panzer, geboren in Gotteszell, stellt in ihren Biografien vorwiegend die Lebenswege bayerischer Frauen dar. Humoristische Prosa aus Niederbayern ist mit Thomas Schmid zu erleben. Die gebürtige Münchnerin Julia Kathrin Knoll erkundet die Geheimnisse ihrer Wahlheimat Oberpfalz und berichtet launig über Hexen, Geister und Verbrecher. Rolf Stemmle liest Geschichten über die Taubendame Gurrletta Steinhöfl; beide sind waschechte Regensburger.
Zu diesem unterhaltsamen Programm sind alle herzlich eingeladen, die bayerische Literatur und Autor*innen kennenlernen möchten.

EINTRITT FREI!
Fest der Kultur
8. & 9.10.2022

Detailprogramm Fest der Kultur

Museumsfoyer und Donausaal

Donaumarkt

Bavariathek